Projekt Smart Watts –
Strom mit IQ im Internet der Energie

Das Energiesystem kann besser in der Balance gehalten werden, wenn der Energiefluss in den Strom- und Gasnetzen ständig von aktueller Information über den Preis und die Herkunft der Energie begleitet wird. Das ist ein Kerngedanke des Smart-Watts-Projektes, in dem ein Konsortium von 6 Unternehmen innovative Lösungen für das Energiesystem der Zukunft entwickelt.

Das Energie-Web und das Internet der Energie

Die Zielsetzung des Smart-Watts-Projektes ist, ein zeitgemäßes, wettbewerbs- und unbundlingkonformes Informations- und Steuerungsmodell für das Energiesystem zu entwickeln und den vorteilhaften Einsatz im Haushaltskundenmarkt zu demonstrieren. Dabei ist der Ausgangspunkt, dass das künftige Energiesystem nicht als ein zentralistisch organisiertes System, sondern als ein Netzwerk zahlreicher unabhängiger Akteure – Erzeuger, Verbraucher und Dienstleister auf den verschiedenen Wertschöpfungsstufen – zu verstehen ist, also als ein Energie-Web, in dem die Akteure in unterschiedlichster Konstellation interagieren können. Dieses Energie-Web muss auf informationstechnischer Ebene durch ein adäquates System abgebildet werden – das Internet der Energie.

Bessere Balance durch Verbrauchsbeeinflussung

Aufgabe im Energie-Web ist, bei steigender Einspeisung fluktuierender Erzeugung (vor allem Windenergie) zu jedem Zeitpunkt die Balance zwischen Erzeugung und Verbrauch herzustellen, unter Einbeziehung verfügbarer Speicher- und Lastverschiebungsmöglichkeiten. Dabei wird die Festlegung auf die bisher geltende Wirkrichtung – die Erzeugung folgt dem Verbrauch – zugunsten einer grundsätzlich beidseitig möglichen Beeinflussung aufgehoben. Also auch der Verbrauch kann und muss der Erzeugung folgen, wenn bei dem Anstieg fluktuierender Erzeugung die Kosten für den Verbraucher begrenzt werden sollen.

Der Preis als aktuelles Knappheitssignal

Das marktkonforme Mittel, um eine Balance zwischen Erzeugung und Verbrauch, also zwischen Angebot und Nachfrage herzustellen, ist die Beeinflussung der Akteure über den Preis. Fluktuieren Erzeugung und Verbrauch, muss auch der Preis fluktuieren, und diese Fluktuation muss den Erzeugern und den Verbrauchern bekannt sein, damit sie darauf reagieren können. Stimmt der Preis, sind Angebot und Nachfrage ausgeglichen, und umgekehrt. Grundgedanke des Projektes Smart Watts ist daher, den Energiefluss von der Erzeugung bis zum Verbrauch über das Internet der Energie von Informationen über den aktuellen Preis und die Qualität, hier vor allem die Herkunft der Energie begleiten zu lassen. Dadurch, dass die Kilowattstunden von Information begleitet werden, werden sie zu „intelligenten Kilowattstunden“, eben zu Smart Watts. Damit werden ganz neue Produkte, Dienstleistungen und Prozesse möglich, und neue Verfahren, den Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage zu regeln. Information wird zum Produktionsfaktor entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Energiesystems.

Der Nutzen: Umweltvorteile und höhere Wirtschaftlichkeit

Die Umsetzung des Smart-Watts-Konzepts erhöht die Fähigkeit des Energiesystems zur Aufnahme fluktuierender Erneuerbarer Energien. Gleichzeitig werden durch einen höheren Automatisierungsgrad viele Prozesse effizienter und kostengünstiger. Für den Verbraucher zeigt das Projekt Potentiale für eine umweltfreundliche und gleichzeitig bezahlbare Energieversorgung in der Zukunft auf.

Förderung durch das BMWi im Rahmen des E-Energy-Projekts

Das Smart-Watts-Vorhaben wird im Rahmen des Leuchtturmprojekts „E-Energy“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.

Elemente des Entwicklungsvorhabens Smart Watts

Hier finden Sie mehr Informationen über die Teilprojekte

Weitere Informationen:

 

Download Kurzbeschreibung Smart Watts

 

www.smartwatts.de

www.e-energie.info

 

 

 
   
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